Konzert des Kurpfälzischen Kammerorchesters im September 2016

 

Klassisches Konzert mal ganz anders

Am Donnerstag, den 22.09.2016 hatten wir, der Musik Leistungskurs der IGSLO Ernst Bloch Ludwigshafen Oggersheim, das Vergnügen einem ganz besonderen Konzert des Kurpfälzischen Kammerorchesters aus Mannheim beizuwohnen. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, bei dem jungen Schülern, in unserem Fall die 5. und 6. Klassen, zeitgenössische, klassische Musik, als auch Musik aus früheren Epochen wie der Klassik oder der Romantik, sowie die Instrumente eines klassischen Orchesters näher gebracht werden sollen.



Doch wie gelingt so eine Idee?
Hierfür haben die Organisatoren eine sehr gute Lösung gefunden, nämlich David Kwiek und Norbert Steinwarz. Norbert Steinwarz, studierter Bühnentänzer, Choreograph und Tanzpädagoge, moderierte zusammen mit David Kwiek, alias MrQuick, Weltmeister im Streetdance, das Konzert.

Nach einer freundlichen Begrüßung fing das Orchester direkt mit dem ersten Stück an: „Mannheimer Sinfonie in G Dur“ von J. Stamitz. Das Orchester, welches mit Freude spielte, setzte sich aus einem Kontrabass, zwei Celli, zwei Bratschen, drei 2. Violinen, sowie vier 1. Violinen zusammen. Zusammen mit den Musikern, stellten die Moderatoren die Instrumente vor, wobei das Publikum miteinbezogen wurde, es entstand eine Art Frage – Antwort Spiel. Die Begeisterung der Schüler war groß und bei jeder Frage gingen die Hände blitzschnell nach oben, da sie ihr Wissen zu klassischen Komponisten, wie auch zu Instrumentennamen preisgeben durften.



Als das Orchester Stamitz’ „Mannheimer Sinfonie in A Dur“ spielte, tanzte MrQuick den so genannten Tanzstil „Popping“, ein Spielen der Muskeln, bei dem diese schnell angespannt und wieder entspannt werden.
Abwechselnd zu Mozarts „Divertimento KV 136+138“ tanzten die beiden Moderatoren in ihrem jeweiligen Stil, was bei den Schülern sehr gut ankam und mit einem Applaus belohnt wurde.



Als nächstes folgte „Danse des Mirlitons“ von dem romantischen Komponisten Tschaikowsky. Dieser komponierte auch weltweit berühmte Ballette wie „Schwanensee“ oder „der Nussknacker“, aus dem das ebengenannten Stück stammt. Hierbei konnten beide Tänzer noch einmal ihr Können unter Beweis stellen. David Kwiek stellte hierbei die Tanzart „Scare cro“ vor, zu Deutsch „Vogelscheuche“, hierbei hängen die Arme und werden asynchron zu den Beinen bewegt.
Als letztes wurde ein modernes Stück „Palladio“ von Jenkins gespielt, doch diesmal durften die Zuschauer nicht nur zuhören, sondern auch mittanzen. Die beiden Moderatoren teilten die Schüler in zwei Hälften und studierten mit ihnen ein paar Tanzschritte ein. Nach mehrmaligen Versuchen sah dies im Zusammenspiel mit der Musik zwar noch ein wenig chaotisch, doch auch sehr schön aus, vor allem, da man den Schülern den Spass im Gesicht stehen sah. Dass es den Kindern gefallen haben muss erkannte man auch daran, dass sie trotz angefangener Pause noch in der Turnhalle blieben um mit den Tänzern zu reden. Dyana und Alexandra aus der 5 B fanden das Konzert sehr schön und lustig. Allgemein kam von den Schülern nur sehr positives Feedback.

Eine der Violinistinnen, die seit ihrem 3. Lebensjahr Geige spielt, schwärmt danach von dem Projekt, da sie der Meinung ist, es sei eine wichtige Aufgabe, junge Menschen zum Hören klassischer Musik zu animieren.
Abschließend lässt sich also sagen, die für diese Generation sonst so fremde Musik schien auf diesem Wege sehr viel Anklang gefunden zu haben.

 

Der Musik Leistungskurs: Doris, Natalie, Francis, Christine, Charlotte, Miriam

 

letzte Änderung: 11.11.2016